Wem schenkst du Beachtung?
„Doch Jesus steht weit mehr Ehre zu als Mose, so wie dem Erbauer eines Hauses mehr Ehre zukommt als dem Haus. Denn jedes Haus hat einen, der es baut, aber Gott ist der, der alles geschaffen hat.“ – Hebräer 3,3-4

Der erste Vers in diesem Kapitel sprang mir förmlich entgegen. Dort steht: „Darum, ihr heiligen Brüder und Schwestern, die ihr teilhabt an der himmlischen Berufung, schaut auf den Apostel und Hohenpriester, den wir bekennen, Jesus…“ (LUT Übersetzung).
Der Autor nennt die Empfänger des Hebräerbriefs „heilig“. Warum spricht er sie nicht einfach mit Brüder und Schwestern an?
Das Wort „heilig“ kommt von dem germanischen Wort helgen, was „zueignen“ bedeutet. Es bezeichnete einen abgegrenzten Bereich. Der Schreiber wollte die Leser daran erinnert, dass sie nicht nur irgendwelche Leute waren, die ihr Leben vor sich hinlebten, ohne zu wissen wer sie wirklich waren. Er erinnert sie daran, wer sie wirklich waren: heilig, erwählt für und von Gott.
Gott liebt uns so sehr, dass Er uns erwählt, ausgesondert hat. Aber wozu eigentlich? In Vers 1 steht, dass wir teilhaben an der himmlischen Berufung überall dort, wo wir hingehen, von Jesus und Seinem Königreich zu erzählen. Der Vers sagt weiter: „Seht deshalb auf Jesus, den Gesandten Gottes und Hohenpriester, zu dem wir uns bekennen.“ Ist das nicht unglaublich?
Wir sind von Gott erwählt, um anderen von Jesus und Seinem Werk am Kreuz zu erzählen. Keine sozialen Medien dieser Welt (TV, Facebook, Instagram…) verkündet solch eine Ewigkeitsperspektive. Wir sind dazu erwählt, Jesus Christus unsere ganze Beachtung zu schenken. Wenn wir dies tun, können wir unser Leben nach Seinen Maßstäben leben und wirklich „heilig“ sein. Wenn wir uns zu Jesus bekennen, müssen wir Sein Leben auf der Erde und Sein Wort immer vor Augen haben. Wir müssen uns immer wieder Zeit für Seine Gegenwart und Sein Wort nehmen und bewusst an Seinem Königreich bauen.
Wem schenkst du Beachtung?
Vers 2 zeigt ein paar mögliche Wege, wie das aussehen kann:
Jesus war dem Plan Gottes, auf die Erde zu kommen und für unsere Sünden zu sterben, treu gewesen. Er hat so gehandelt, gelebt und geopfert, wie Sein Vater es von Ihm wollte. Seine Liebe ändert sich nicht. Er kümmert Sich noch genau so wie damals. Er ist ans Kreuz gegangen, wie ein Schaf, das zur Schlachtbank geführt wird. Er hat Sich weder geweigert noch diskutiert. Im Gegenteil, Er hat im Stillen für die Menschen gebetet und treu den Preis gezahlt.
Manchmal frage ich mich: „Ebos, gehe ich treu mich den Aufgaben und Menschen in meinem Umfeld um, die mir anvertraut wurden? Bin ich Gottes Plan und Seinem Sinn für mein Leben treu, oder finde ich immer wieder Ausreden und renne in die entgegengesetzte Richtung? Bin ich Gott gegenüber treu? „
Darf ich dir heute die Frage stellen: Bist du treu?
In der Bibel lesen wir immer wieder von Frauen und Männern, die Gott sogar bis in den Tod treu waren. Ich sehe diese Pandemie, die wir weltweit in 2020 durchleben als eine Art Sieb, durch die Gott unsere Herzen prüft und uns zeigt, wer wir wirklich sind.
Liebe Freundin, wenn wir uns zu Gott bekennen, sind wir heilig/erwählt von und für Gott. Jesus Christus sollte unser Beispiel und Vorbild sein. Ihn sollten wir beachten und nachahmen. Sein Wort sollte unser Maßstab sein. Ihm sollten wir treu sein, denn Er hat uns zu Seiner Ehre geschaffen. Ihm gebührt die Ehre und das Sagen in unserem Leben. Kein Mensch, System, keine Staatsgewalt oder Institution sollte Seinen Platz einnehmen.
Vater, wir stehen staunend vor Dir, dass Du uns aus Liebe berufen und auserwählt hast zu Deiner Ehre. Bitte vergib uns unsere Untreue. Reinige Du unser Herz und wende unseren Blick zurück auf Jesus. Lehre uns treu zu sein. Erinnere uns immer wieder neu daran, dass Du uns zu Deiner Ehre und Freude erschaffen hast. Jesus, wir lieben Dich.
In Jesu Namen, Amen
Ebos





