Vollkommene Hingabe
Maria war einfach ein junges Mädchen.
Sie war nicht besonders gebildet. Sie war nicht wohlhabend. Sie war nicht perfekt. Maria war in vielfacher Hinsicht gewöhnlich, außer in einem Punkt: Sie lebte nah am Herzen Gottes.
Von allen jungen Frauen in der Geschichte der Menschheit suchte Gott Maria als Mutter Jesu aus. Was für eine unglaubliche Ehre. Und doch ging diese krasse Ehre einher mit Gerüchten, Missverständnissen und Schmerz. Niemand konnte verstehen, was Maria durchmachte, und ich kann mir vorstellen, dass sie phasenweise mit Einsamkeit zu kämpfen hatte. Die große Ehre und das, was sie mit sich brachte, müssen eine Last gewesen sein.
Eine von Marias Stärken war jedoch ihr Glaube. In den Versen, die wir heute lesen, können wir ihn erkennen. Obwohl sie die Ankündigung des Engels nicht im Detail verstand, sagte sie demütig „Ja“ zu dem Auftrag, den sie erhielt.
“Ich bin die Dienerin des Herrn und beuge mich seinem Willen. Möge alles, was du gesagt hast, wahr werden und mir geschehen.“ – Lukas 1,38
Ihr „Ja“ in diesem Moment ehrte Gott.
Ihr „Ja“ in diesem Moment bedeutete, dass sie ihren Willen Gottes Willen unterordnete. Sie willigte ein zu einem Leben für Gott, in dem sie sich Ihm ganz hingab.
Ihr „Ja” zu Gott war keine einmalige Sache. Maria sagte bis zum Ende ihres Lebens immer wieder „Ja“ zu Gott.
Maria sagte „Ja“ – obwohl sie nicht genau wusste, was kommen würde und ihr die Einzelheiten nicht klar waren. Sie vertraute Gott weiter und blieb bei ihrer Haltung der Hingabe. Es war nicht einfach, die Mutter des Messias, des Retters der Welt, zu sein. Aber Maria bezog ihre Kraft von Gott. Sie blieb nah am Herzen Gottes und vertraute Ihm, auch wenn es schwierig war.
Vielleicht geht es dir wie Maria: Manchmal versteht dein Umfeld deinen Auftrag nicht. Tu trotzdem, was Gott dir aufgetragen hat. Manchmal kostet es dich etwas. Bring das Opfer trotzdem.
Maria konnte nicht das ganze Bild sehen. Sie wusste nicht, was Gott vorhatte, und wir wissen es auch nicht. Es ist wichtig, dass wir diese Leerstellen wie Maria durch unseren Glauben füllen. Es ist nicht einfach, Jesus nachzufolgen. Jesu Mutter zu sein, war auch nicht leicht. Maria musste ihr Leben diesem Auftrag unterordnen und Opfer bringen. Das war Gottes Wille für ihr Leben. Ja, sie war beschenkt mit großer Gnade. Aber mit diesem Geschenk war verbunden, dass sie einwilligte, sich ganz hinzugeben und Opfer zu bringen.
Wir sind nicht dazu berufen, ein einfaches Leben zu haben. Wir sind Frauen, die von Gott dazu berufen sind, so zu leben, dass Gott verherrlicht wird. Für Maria bedeutete das, ihr Leben hinzugeben und Opfer zu bringen. Für andere heißt es vielleicht etwas anderes. Aber wir sind alle dazu berufen, Gott mit unserer Zeit, unseren Talenten und Gaben, die er uns geschenkt hat, zu verherrlichen.
Ich liebe die Freude, von der wir in Apostelgeschichte 1,13-14 ein bisschen etwas sehen können:
„Nun kehrten sie zurück und gingen in den im oberen Stock gelegenen Raum, in dem sie sich auch sonst aufhielten. Dort waren Petrus, Johannes, Jakobus, Andreas, Philippus, Thomas, Bartholomäus, Matthäus, Jakobus (der Sohn des Alphäus), Simon (der Zelot) und Judas (der Sohn des Jakobus). Sie alle kamen regelmäßig zum Gebet zusammen, gemeinsam mit Maria, der Mutter von Jesus, einigen anderen Frauen und den Brüdern von Jesus.“ (eigen Hervorhebung)
Die Jünger waren gerade total aufgeregt, weil Jesus ihnen nach Seiner Auferstehung begegnet war. Sie trafen sich in Jerusalem und wer war in ihrer Mitte? Maria! Sie war bestimmt außer sich vor Freude nach Jesu Auferstehung.
War es hart, sich hinzugeben und Opfer zu bringen? Ja.
Hat sich ihre Hingabe gelohnt? Hat es sich gelohnt, dass sie Opfer gebracht hat? Davon kannst du ausgehen! Dasselbe gilt für dich und das, was du einbringst.
In den Vereinigten Staaten haben wir ein Sprichwort: „Freedom isn’t free“ – Freiheit ist nicht gratis. Dasselbe gilt auch für unsere Erlösung. Jesus folgte dem Weg des Gehorsams, um für unsere Sünde zu bezahlen, und es kostete Ihn Sein Leben. Auch Maria kostete es viel, den Weg des Gehorsams als Mutter Jesu zu gehen. Aber es hat sich gelohnt.
Ich weiß nicht, wo du gerade durchgehst. Aber lass mich dich ermutigen: Es kommt der Tag, an dem Hingabe, Opfer und Herzschmerz aufhören werden. Diese Welt ist vergänglich, aber der Himmel ist ewig. Mach es wie Maria und triff heute Entscheidungen, die auf ewig Auswirkungen im Himmel haben.
Bleib am Herzen Gottes!
Angela
Herausforderung Woche 4:
Sich hinzugeben kann hart sein und gleichzeitig wunderschön. Wir sehen das im Leben der Frauen, denen wir diese Woche begegnen. Gibt es eine Frau in deinem Leben, die das auch vorgelebt hat? Nimm dir diese Woche Zeit, sie mit Worten zu ermutigen. Lass sie wissen, dass ihre Treue in deinem Leben gute Spuren hinterlassen hat.





