Unser König, der Hirte

Unser König, der Hirte

 

 

„Er wird sich als Hirte um seine Herde kümmern

und wird sie in der Kraft des HERRN

und in der Hoheit des Namens seines Gottes weiden.

Zu dieser Zeit wird sein Volk sicher wohnen,

und er wird von allen Völkern der Erde hoch geehrt werden.” – Micha 5,3

Jedes Jahr im Advent gibt es bestimmte Traditionen, die ich so richtig feiere. Geht es dir auch so? Schon seit vielen Jahren besuche ich in der Vorweihnachtszeit einen Gottesdienst in meiner Gemeinde, in dem bei Kerzenschein Advents- bzw. Weihnachtslieder gesungen werden. Dieser Nine Carols and Lessons Gottesdienst ist eines meiner Highlights im Dezember. Ich liebe es, wie durch Lesungen und Lieder erzählt wird, wie Jesus auf die Erde kam – angefangen beim Buch Genesis über die Prophetien, die sich erfüllten, bis hin zu Jesu Geburt in den Evangelien. Ich muss gestehen, dass mir unser heutiger Vers, die Prophetie aus Micha 5, nur ein einziges Mal im Jahr während dieses Adventsgottesdienstes begegnet.

Versuchen wir mal, uns in die Situation der Menschen hineinzuversetzen, an die Micha ursprünglich die Botschaft richtete, die Gott ihm gegeben hatte. Das Volk Gottes hatte rebelliert. Die Menschen waren ungehorsam und Gott nicht mehr treu. Jetzt litten sie als ganze Nation unter den Folgen ihrer Sünde. Micha warnte, dass Gott Sein Volk richten würde. Die Gerichtsandrohung war jedoch gekoppelt an Hoffnung. Unser Gott ist ein treuer Gott, der Seinen Bund hält, Sünde und Rebellion vergibt und Freude daran hat, Seine treue Liebe zu erweisen (Micha 7,18).

Die Menschen warteten sehnsüchtig auf einen Messias, der Sein Volk retten würde. Es ist gut denkbar, dass sie dachten, Micha würde ihnen verkünden, dass der versprochene, starke König in der Königsstadt Jerusalem einziehen wird. Er würde im Palast regieren und mit großer militärischer Macht über die Feinde Israels triumphieren.

Was ihnen angekündigt wurde, entsprach wahrscheinlich überhaupt nicht ihren Erwartungen. Vielleicht konnten sie fast nicht glauben, was sie da hörten. Der König, der ihnen versprochen war, würde aus Bethlehem kommen, aus einem Ort, der nicht unbedeutender sein könnte. Und noch dazu aus dem Stamm Juda? Kein starker Krieger, sondern ein Hirte? Darauf hatten sie sicher nicht gewartet!

In Gottes Königreich ist vieles umgekehrt. Liebst du das nicht auch? Er gebraucht, was in der Welt als machtlos und unbedeutend gilt. Er umgibt sich mit den Schwachen und Verletzlichen. Er erfüllt Seine Versprechen an Seine Kinder und tut das so, dass wir oft nur staunen können.

Lasst uns mal kurz über Bethlehem nachdenken. Micha benutzt den alten jüdischen Namen aus der Zeit von Jakob und Josef für diese kleine Stadt. Er nennt sie Efrata, was so viel bedeutet wie „fruchtbar”. Bethlehem bedeutet „Haus des Brotes”. Jesus wurde also in einer Stadt geboren, deren Name fruchtbar bedeutet, und bezeichnet sich in den Evangelien als den „wahren Weinstock”. Er, der in der Stadt geboren wurde, die „Haus des Brotes” heißt, ist das “Brot des Lebens”. Es ist faszinierend, solche kleinen, aber bedeutsamen Details im Wort Gottes zu entdecken. So ist unser Gott: Er legt Wert auf das kleinste Detail.

Ich will dir Ermutigung zusprechen: Gott sieht und kennt dein Problem und deinen Schmerz bis ins kleinste Detail. Er weiß ganz genau, welche Sünde du endlich hinter dir lassen willst. Er kennt den geliebten Menschen, um den du dir Sorgen machst. Keine schwierige Situation oder Krise ist umsonst, wenn wir Gott einladen, in ihr und durch sie zu wirken – zu Seiner Ehre und uns zum Besten. All das hilft uns, uns auf Gottes Versprechen zu stellen. Wir können uns sicher sein, dass Er uns niemals im Stich lässt, dass Seine Gnade reicht und uns absolut nichts von der unerschütterlichen Liebe, mit der Er uns liebt, trennen kann.

Vergiss nicht, dass für die Menschen, die Michas Worte hörten, Israels letzter irdischer König von großer Bedeutung war. Es bestand eine starke Verbindung zu ihm. Der Hirtenjunge, der in Bethlehem geboren wurde, wurde zum König gesalbt. König David erhielt das Bundesversprechen Gottes, dass aus seinem Haus und aus seiner Linie der Retter kommen würde, dessen Königreich für immer bestehen wird.

Dieses Versprechen, diese Hoffnung wurde in Jesus Christus erfüllt. Er ist der göttliche Hirtenkönig, der kam, um Sein Leben zu geben für Seine Schafe. Sein Königreich wird auch heute noch überall auf der Welt verkündet und breitet sich weiter aus. Wenn wir jetzt im Advent die Verse aus Micha 5 lesen, können wir uns von Herzen darüber freuen, dass unser König gekommen ist, so wie es Gott versprochen hat!

Halleluja!

Weil unser König wiederkommen wird, leben wir auch heute noch als Menschen, die etwas erwarten. Er wird kommen und mit Macht und Autorität regieren. Er macht einmal neu, was zerbrochen ist in dieser von Rebellion, Gewalt und Unsicherheit geplagten Welt, die Er so sehr liebt. Gott ist unsere Sicherheit. Gott wird unser Friede sein. Gott ist unsere sichere und verlässliche Hoffnung.

Wir können uns sicher sein, dass der Hirtenkönig immer bei uns ist – bis zu dem Tag, an dem Er wieder auf diese Erde zurückkommt.

Er nennt uns Seine Kinder und kennt uns durch und durch. Er beschützt uns und leitet Seine Herde. Er geht denen nach, die sich verirren und führt uns zum frischen Wasser.                                

Unser Guter Hirte geht mit uns durchs dunkle Tal. Nur Er gab Sein Leben für uns. Er sitzt auf dem Thron und bittet für uns.

Nimm dir einen Moment Zeit, bevor du dich wieder deinem Alltag zuwendest. Die folgenden lebensspendenden Segensworte kannst du über dir selbst oder über anderen aussprechen:

„Ich wünsche euch, dass der Gott des Friedens, der unseren Herrn Jesus, den großen Hirten der Schafe, durch das Blut des ewigen Bundes von den Toten zurückgebracht hat, euch mit allem versorgt, was ihr braucht, um seinen Willen zu tun. Ich wünsche mir, dass er durch die Kraft von Jesus Christus all das in uns wachsen lässt, was ihm Freude macht. Ihm gehört die Ehre für immer und ewig! Amen.” – Hebräer 13,20-21

Ich wünsche uns, dass wir die Gute Nachricht, die uns gerade jetzt in der Weihnachtszeit mit großer Freude erfüllt, gerne an Menschen weitergeben, die Jesus noch nicht kennen. Jesus kam, um ihr Retter, Hirte und König zu sein.

Katie

Herausforderung Woche 4:

Maria glaubte, als der Engel ihr die Botschaft überbrachte, dass sie den Messias zur Welt bringen würde. Sie bewahrte alles in ihrem Herzen, während sie sich auf die Ankunft Christi vorbereitete. Wie willst du dich vorbereiten, um die Ankunft Christi an Weihnachten zu feiern? Wie bereitest du dich auf Sein zweites Kommen vor?

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