Her mit dem Berg
Ich kenne einen Mann wie Kaleb. Er ist ein 94 jähriger Veteran aus dem 2. Weltkrieg und lebt in meiner Straße. Seit zehn Jahren sehe ich ihn unsere Straße entlang „laufen“. Als wir frisch eingezogen waren, hatte er noch ein ordentliches Tempo drauf für einen Mann in seinem Alter. Mit den Jahren wurde er immer langsamer und geht jetzt noch nur vornüber gebeugt. Unabhängig davon, beeindruckt er mich jedes Mal, wenn ich ihn durch mein Küchenfenster sehe.
Manchmal habe ich ihn aus meinem Auto heraus angefeuert, aber vor etwa einem Monat, als ein Krankenwagen an meinem Haus vorbeifuhr, sank mein Herz und ich betete, „Lieber Gott, lass ihn nicht zu Herrn Don unterwegs sein.“ Wie freute ich mich, als ich ihn am nächsten Morgen in seinem gebeugten Gang an unserem Haus vorbeilaufen sah. Diesmal bewunderte ich seine Entschlossenheit und Disziplin nicht wie sonst von drinnen, sondern lief aus dem Haus zu ihm hin. Ich wollte die Gelegenheit nicht versäumen, ihm selbst zu sagen, was für ein erstaunlicher Mann und was für eine Inspiration er für mich und meine Mädchen seit Jahren ist.
Was ich als nächstes tat, brachte Tränen in sein Gesicht. Ich lud ihn zum Abendessen ein.
Sehr gerne würde er zum Essen kommen. Er ist seit drei Jahren verwitwet, und seine erwachsenen Kinder leben Stunden entfernt. Er freute sich auf ein Essen in Gesellschaft.
Und so kam er zu uns. Beim Essen erzählte er, wie er an der Ostküste aufgewachsen und wie er in den 2. Weltkrieg aufgebrochen war, wie er die Liebe seines Lebens gefunden hatte und er verriet uns sein Geheimnis fürs Altwerden… Herr Don hat die Mentalität eines „Kaleb“. Sein Alter schreibt ihm nicht vor, wie er lebt.
Kaleb war genauso. Mit fünfundachtzig Jahren hatte er immer noch Kampfgeist in sich; war immer bereit, den nächsten Kampf anzunehmen.

„Ich bin immer noch so stark wie damals, als Mose mich auf Kundschaft schickte, und ich bin heute noch rüstig und genauso gut im Kampf wie damals. Deshalb bitte ich dich, mir das Bergland zu geben, das der Herr mir an diesem Tag versprochen hat. Du wirst dich erinnern: damals kundschafteten wir aus, dass dort die Anakiter in großen, befestigen Städten leben. Doch wenn der Herr mit mir ist, werde ich sie aus dem Land vertreiben, wie der Herr gesagt hat.“ – Josua 14,11-12
Kaleb konzentrierte sich auf etwas anderes als die meisten. Als zehn Kundschafter losgeschickt wurden, sahen nur er und Josua den Sieg; die anderen sahen Riesen. Kaleb fokussierte Augen und Denken auf Gottes Möglichkeiten. Er setzte seine Zuversicht auf Gott und nicht auf die Umstände. Und er wusste, dass von Riesen, die auf Bergen wohnen einem Gott, der Riesen zum Erzittern bringt und Berge versetzen, nicht gewachsen sind.
Wo andere Schwierigkeiten sahen, sah Kaleb Gelegenheiten. Kaleb war ein Mann, der Gott bei Seinem Wort nahm und auf Seine Verheißungen zählte.
Er wollte nicht irgendeinen Teil des Verheißenen Landes; Kaleb wollte den Teil, der noch von den Riesen besetzt war.
So alt Kaleb auch war, er ehrte Gott mit seinem Leben und glaubte, dass Gott Seine Zusagen einhält.
Gottes Zusagen gelten auch uns heute noch. Wie alt wir auch sein mögen, Gott ist immer noch im „Zusagen-Erfüll-Geschäft“ tätig. Was Er braucht, sind mehr „Kalebs“!
Welchen Berg bzw. welche Verheißung sollst du in Seinem Namen einnehmen?
Love God Greatly,
Angela





