Freunde, die gut tun

Freunde, die gut tun

 

 

Als ich auflegte, war ich ganz niedergeschlagen. Das Gespräch hatte eine negative Wendung genommen, und ich wünschte, ich wäre nicht ans Telefon gegangen. Jahrelang war diese Freundschaft eine Quelle der Freude und Ermutigung für mich gewesen, aber in letzter Zeit fühlte ich mich im Laufe unserer Gespräche nach einer Weile immer in die Defensive gedrängt, weil sie meine Meinung nicht teilte. Oder ich wand mich innerlich, weil sie pikante Details weitererzählte, die ich wirklich nicht hören wollte. Die Freundschaft war echt ungemütlich geworden, und ich wünschte, ich könnte zum Tag unserer ersten Begegnung zurückspulen und die Löschtaste drücken, um all das Unschöne zu löschen.

Der Feind unserer Seele liebt es, Unfrieden zu stiften. Falsche Freundschaften zu schmieden, gehört dabei zu seinen bevorzugten Methoden, und uns in Festungen sündiger Gedanken gefangen zu halten. Ein Gespräch mit meinem Pastor hat mir geholfen, Licht in diese Situation zu bringen, und ein Satz von ihm hat mir ganz besonders weitergeholfen.

Ganz ruhig hat er Wahrheit über meine verstörte Seele ausgesprochen, „Lily, du musst aufhören, ungesunde Freundschaften zu pflegen und in Freundschaften investieren, die dir gut tun.“ Das Bild einer Freundin, die an meiner Seite einen Berg erklimmt, gegen den Strom der Gleichgültigkeit und hin zu einem heiligen Leben, hat mein Denken verändert. Natürlich fordert Gott mich auf, alle Menschen zu lieben, aber das heißt nicht, dass ich mit jedem intime Details aus meinem Leben teile. Ich will mich mit Frauen zusammentun, die wie ich für Christus leben.

Wie aber unterscheiden wir zwischen gesunden und ungesunden Freunden?

  • Ein ungesunder Freund tischt alte Geschichten immer wieder auf und redet über andere (Sprüche 17,9). Ein Freund, der gut tut, „verzeiht Unrecht“ und kann ein Geheimnis für sich behalten (1. Petrus 4,8).
  • Ein ungesunder Freund stiftet Unfrieden, weil er ein selbstsüchtiges Herz hat (Römer 16,17-18). Ein Freund, der gut tut, spricht die Wahrheit in Liebe und Barmherzigkeit aus (Epheser 5,25-32).
  • Ein ungesunder Freund denkt nur an sich und ihm fehlt es an Selbstdisziplin (2. Timotheus 3,2-5), ein wohltuender Freund dagegen ist bescheiden und geduldig (Epheser 4,2).

Unsere wertvolle Zeit in ungesunde, schädliche Freundschaften zu investieren, kann unser geistliches Wachstum behindern und uns in einem Kreislauf der Sünde festhalten. Ich bete, dass Gott uns den Mut schenkt, negative Freundschaften und Beziehungen abzubrechen und uns stattdessen ermutigt, positive Freundschaften mit Glaubensgeschwister zu bauen. Wahre Freunde bringen uns näher zu Jesus.

Lyli

Herausforderung für Woche 4:

Während wir biblische Freundschaften bauen und entwickeln wollen, haben wir einen sehr realen Feind, der uns daran hindern möchte. Geistiger Kampf ist real. Wir müssen in unseren Beziehung davor auf der Hut sein. Erstelle dir diese Woche eine Liste mit spezifischen Gebetsanliegen für deine Freunde; bitte Gott, deine und ihre Beziehungen vor geistlichen Angriffen zu schützen.

 

 

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